Das beschauliche Städtchen Pyin U Lwin (oder auch Pyin Oo Lwin oder Maymyo) liegt knappe 70 Kilometer von Mandalay entfernt und ist ein wunderschönes Beispiel für die Kolonialarchitektur des 20. Jahrhunderts. Einst ein kleines Dorf wurde Pyin U Lwin durch den britischen Oberst May nach dem 3. Britisch-Birmanischen Krieg zur Garnisonsstadt – „Maystadt“ (Maymyo).
Durch das kühle Klima während den in Myanmar üblicherweise heiß und feuchten Sommern in Pyin U Lwin, wie die Stadt nach dem Militärputsch seit 1988 wieder offiziell heißt, wurde das Örtchen schnell zu einer beliebten Sommerresidenz für diejenigen, die es sich leisten konnten. Der Bau der Eisenbahn, die Mandalay und Pyin U Lwin miteinander verband, trug massiv dazu bei, dass die Stadt einen wahren Boom erlebte und zahlreiche neue imposante Gebäude errichtet wurden.Und zum Glück stehen viele der alten Kolonialvillen auch heute noch und machen damit den Charme dieser ruhigen Stadt aus.
Tourismus spielt – noch! – eine ziemlich unbedeutende Rolle hier, doch man merkt, wie sich das Stadtbild langsam verändert und immer mehr gen Westen öffnet. Umso schneller sollten Sie die Gelegenheit nutzen und einen Abstecher nach Pyin U Lwin machen, um das Städtchen in seiner ursprünglichsten Form genießen zu können.
Heute ist Pyin U Lwin vor allem für seine Obstplantagen, Blumenfelder und Fruchtweine bekannt – und natürlich für die riesige Militärakademie, in der die zukünftigen Mitglieder der Tatmadaw, der burmesischen Armee, ausgebildet werden.