Währungsmittel, Kreditkarten und ATMs in Myanmar

Myanmar steckt als Reisedestination noch in den Kinderschuhen und so ist es durchaus nicht unüblich, dass in den meisten Teilen gilt: „Nur Bares ist Wahres!“ Kreditkarten (und EC-Karten schon mal gar nicht) werden nur in einigen Großstädten und Hotelketten akzeptiert und generell setzt man entweder auf die Landeswährung, den Kyat, oder auf starke US-Dollar.

1,- Euro sind umgerechnet etwa 1300,- Kyat (Stand August 2016) – wenn Sie also nach Ihrer Ankunft in Myanmar Geld eintauschen, wundern Sie sich nicht, wenn Sie plötzlich „Millionär“ sind! Und noch etwas: die Einwohner von Myanmar sind schier besessen von makellosen Geldscheinen. Zerknitterte, alte oder gar eingerissene Geldscheine werden oft nicht akzeptiert und es würde als dickes Fettnäpfchen angesehen, wenn Sie unachtsam mit den Geldscheinen umgehen würden.

Euros in Kyat tauschen – in Deutschland oder Myanmar?

In manchen Fällen kann es sich durchaus lohnen, wenn Sie die Landeswährung für Ihre Urlaubs-Destination schon im Voraus in Deutschland einwechseln. Nicht so bei Ihrem Urlaub in Myanmar. Kaum eine Bank hat Kyat vorrätig und das Geld müsste zunächst einmal bestellt werden – und zudem würden Sie auch noch durch den Wechselkurs Verluste machen!

Deshalb können Sie es ganz entspannt angehen lassen und Ihre Euros erst nach der Landung in Myanmar wechseln. Es ist allerdings empfehlenswert, wenn Sie dies direkt in der Wechselstube am Flughafen erledigen, da die Wechselkurse in Banken oder Hotels meist schlechter für Sie sind.

Tipps für das Geldwechseln:

  • Am besten in der Wechselstube am Flughafen, ansonsten in Banken wechseln
  • „Große“ Scheine (z. B. 100,- Dollar) geben bessere Wechselkurse als kleine Scheine (z. B. 5 x 20,- Dollar)
  • Ein Blick auf die aktuellen Tageskurse kann Ihnen beim Wechseln bares Geld sparen!
  • Die Geldscheine sollten vor dem Wechseln in sehr gutem Zustand sein
  • Reiseschecks werden in Myanmar nicht akzeptiert

Geld abheben in Myanmar

Wussten Sie, dass Myanmar erst 2013 an das internationale Bankensystem angeschlossen und die ersten ATMs (Geldautomaten) wurden in den Großstädten aufgestellt. Mittlerweile können Sie auch in kleineren Städten bequem Geld am Automaten abheben, in abgelegeneren Gegenden sind die ATMS allerdings immer noch eine Seltenheit.

Sie können Bargeld sowohl mit Kreditkarten (allerdings nur VISA- und Mastercard) als auch mit Ihrer EC-Karte abheben. Allerdings sollten Sie sich im Vorfeld erkundigen, ob Ihre Hausbank Geldabhebungen in Myanmar freigeschaltet hat, denn nicht jede Bank macht das automatisch. Es ist zudem auch sinnvoll, bei Ihrer Kreditkartengesellschaft Bescheid zu geben, dass in der nächsten Zeit Abhebungen im Ausland getätigt werden. Sonst könnte es ganz schnell passieren, dass die Kreditkartengesellschaft Ihre Karte aus Sicherheitsgründen sperrt, weil sie befürchten, dass Ihre Karte entwendet wurde.

Geldabheben in Myanmar kann teuer werden: meist fallen Transaktionsgebühren zwischen 5 – 10 Euro an, bei manchen Banken 3 % des abgehobenen Betrags. Deshalb ist es sinnvoller, selten aber dafür größere Mengen abzuheben. Manche Kreditkartenunternehmen bieten übrigens Karten ohne diese Transaktionskosten an!

Tipps zum Geldabheben in Myanmar:

  • Vorher bei der Bank erkundigen, ob Abhebungen in Myanmar freigeschaltet sind
  • Lieber selten und dafür etwas mehr Bargeld abheben
  • Geldautomaten in Myanmar haben ein Tageslimit
  • In ländlichen Gegenden finden sich nur ganz selten ATMs

Bargeldlos zahlen in Myanmar?

Ja, es gibt sie, die großen Hotelketten in Yangon und Mandalay, in denen Sie mit „Plastikgeld“ bezahlen können und auch in einigen der modernen Malls werden Kreditkarten mittlerweile akzeptiert. Aber insgesamt gilt in Myanmar: No cash – no service! Gerade in ländlichen Gegenden ist das Zahlen mit der Kreditkarte so gut wie unmöglich und Sie werden mit großen Augen angesehen, wenn Sie das Kärtchen zücken.

In Supermärkten und Restaurants konnte sich die Kartenzahlung bisher ebenfalls nicht oder nur in den seltensten Fällen durchsetzen. Dafür haben einfach zu wenige Burmesen überhaupt Zugriff auf solche Karten.

Ihr Geld und Ihre Sicherheit

Myanmar ist ein relativ armes Land und so ist es nicht verwunderlich, dass es gerade in touristischen Gegenden oft zu Raub- und Diebstahlfällen kommt. Doch natürlich gibt es Wege und Mittel, wie Sie sich schützen können:

  • Geld an ATMs nur tagsüber und belebten Ecken abheben und einsame, dunkle ATMs vermeiden
  • PIN und Karte immer getrennt aufbewahren
  • Kartensperrnotruf-Nummer immer griffbereit haben
  • Ausreichend Bargeld bei sich führen
  • Eben jenes Bargeld am besten nicht in der Öffentlichkeit zeigen
  • Wenn Sie mit mehreren Personen reisen: Geld aufteilen
  • Wenn Sie alleine reisen: Geld aufteilen und an verschiedenen Stellen deponieren (Rucksack, Schuh, Geldbeutel)
  • Geld am besten nur in Wechselstuben oder Banken wechseln

Wenn Sie sich an diese einfachen Tipps halten, steht einem unvergesslichen Urlaub in Myanmar nichts mehr im Wege!

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